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Linux: root Passwort vergessen (zurücksetzen / Reset)

Montag, 28.06.2010

Wenn Sie Ihr Administrator-Passwort (Benutzer “root”) vergessen haben, gibt es eine Möglichkeit dieses neu zu setzen:

  1. Starten Sie den Computer neu
  2. Beim Bootmenü (GRUB) wählen Sie “single user mode”
  3. Drücken Sie “e” (= Editieren)
  4. Gehen Sie in die Zeile mit dem Anfang “kernel=”
  5. Drücken Sie wieder “e” (= Editieren)
  6. Schreiben Sie “init=/bin/sh” an das Ende der Zeile.
    Dabei sind durch die englische Tastenbelegung folgende Zeichen wie folgt belegt:

    • Das “=” liegt auf der Taste “´” (rechts neben “ß”)
    • Das “/” liegt auf der Taste “-” (rechts neben “.”)
  7. Drücken Sie “Enter”
  8. Drücken Sie “b” (= Boot)
  9. Geben Sie das root-Dateisystem zum Beschreiben frei:
    mount -o remount, rw /dev/sda2
    Evtl. müssen Sie “/dev/sda2″ durch das System auf Ihrem Computer
  10. Ändern Sie das root-Passwort:
    • Geben Sie den Befehl “passwd” ein
    • Geben Sie Ihr neues root Passwort ein.
      Achten Sie dabei auf die evtl. englische Tastenbelegung
    • Wiederholen Sie Ihr neues root Passwort
  11. Schützen Sie das root-Dateisystem wieder:
    sync && mount -o remount, ro /dev/sda2
    Evtl. müssen Sie “/dev/sda2″ durch das System auf Ihrem Computer (sh. Punkt 9)
  12. Rebooten Sie Ihren Computer.
    Ihr neues Passwort ist ab jetzt gültig.

Achtung:

Haben Sie Ihren grub-bootloader gegen unbefugtes Verändern gesichert, kann diese Methode nicht funktionieren.

Webmin: Warnung – Das System ist so konfiguriert, dass Benutzerdefinierte Mailfilter ignoriert werden.

Dienstag, 08.06.2010

Wenn Sie mithilfe von VirtualMin (WebMin, UserMin) die E-Mail-Filterung und -Sortierung anpassen möchten, können Sie diese Filter im UserMin-Bereich verwalten:

UserMin > E-Mail > Filter und Mailweiterleitung (Filter and Forward Mail)

Definieren Sie hier einen Filter, nach welchem Ihre E-Mail automatisch vom Server sortiert werden sollen. Dadurch können Sie z.Bsp. eingehende E-Mails von bestimmen Absendern oder mit einem bestimmten Wort im Betreff in einen anderen Order Ihrer Mailbox verschieben, evtl. löschen, als gelesen markieren u.v.m.

Sollten Sie im o.a. UserMin Bereich die folgende Fehlermeldung lesen, folgenden Sie der nachfolgenden Anleitung:

Warnung - Das System ist so konfiguriert, dass Benutzerdefinierte Mailfilter ignoriert werden.
Alle definierten Filter werden nicht funktionieren.

Lösung:

Öffnen Sie die Verwaltung Ihres virtuellen Servers (VirtualMin). Sollten Sie keine Berechtigung haben, fragen Sie bitte Ihren Administrator. Dort gehen Sie auf die Konfigurationsseite des Mailprogrammes:

VirtualMin > E-Mail Messages > Spam and Virus Scanning

Ändern Sie hier die Einstellung “Allow mailbox users to create mail filters?” von “No” auf “Yes” und speichern Sie. Fertig.

Linux: Automatisch über Speicherplatzauslastungen von Ordnern informiert werden (Cronjob)

Montag, 10.05.2010

Wenn Sie z.Bsp. auf Ihrem Server für diverse Benutzer Speicherplatz bereit stellen, dann ist es häufig sehr interessant, wieviel dieses Speichern von wem belegt ist.

Solange Sie dabei keine hohen Ansprüche an perfekte Diagramme und ausgefeilte Texte legen, sondern mit knappen und übersichtlichen Zahlen klar kommen hilft Ihnen folgender Trick:

Die Übersicht über die Speicherplatzbelegung diverser Unterordner erhalten Sie unter Linux mit:

du -h /home --max-depth=1

Ergebnis (Beispiel):

32M     /home/max
207M    /home/hans
261M    /home/gitte
192M    /home/lotte
8.0K    /home/bert
8.5G    /home/admin
83M     /home/web
9.2G    /home

Mit dem Parameter “–max-depth=1″ legen Sie fest, dass nur die ersten Unterordner Ihres Verzeichnisses (= nur eine Ebene tief) angezeigt werden. Wenn Sie hier eine “2″ eintragen, dann erhalten Sie ebenfalls die nächsten Unterordner unterhalb der jetzt angezeigten.

In der letzten Zeile erhalten Sie den “Gesamtverbrauch” aller angezeigten Ordner.
Um sich einen allgemeinen Überblick über den Speicherplatz zu verschaffen, nutzen Sie den “df” Befehl:

df -h

Der “-h” Parameter steht für “human readable” (für Menschen lesbar) und wandelt die Größenangaben in sinnvolle Einheiten um.

Um sich die o.a. Auflistung der Ordner nun automatisch per E-Mail zuschicken zu lassen, nutzen Sie einfach einen Cronjob:

crontab -e

Tragen Sie nun folgende Zeile (nur eine Zeile) in die Datei ein:

@daily du -h /home/ --max-depth=1 | mail -s "Betreff" info@xyz.com

Ab jetzt erhalten Sie (zumeist um Mitternacht) eine E-Mail an die o.a. Adresse (hier: “info@xyz.com”) mit der o.a. Übersicht. Natürlich können Sie auch andere Ordner wählen und sich so einfach und schnell einen aktuellen Überblick verschaffen.

Selbstverständlich gibt es viele weitere Lösungen. Diese reichen von einfachen Perl-Scripten bis zu komplexen Softwarelösungen. Manchmal reicht ja aber auch diese spartanische Version.

Linux: Fatal error: Call to undefined function imap_open()

Freitag, 07.05.2010

Wenn Sie beispielsweise nach der Installation des Webmailprogrammes “Horde” die folgende Meldung angezeigt bekommen, kann Ihnen dieser Artikel helfen:

Fatal error: Call to undefined function imap_open()

Grund für die Meldung ist die fehlende IMAP Unterstützung in PHP. In diesem Artikel erkläre ich die Lösung für Linux Debian lenny (V5). Andere Systeme benötigen teilweise einen kompletten Neubau von PHP (= Neucompilierung / Recompiling).

Zuerst muss das fehlende Paket instelliert werden:

apt-get install php5-imap

Ihnen werden Details angezeig und am Ende werden Sie gefragt:

Do you want to continue? [Y/n/?]

Hier antworten Sie bitte mit “y”.

Die automatische Installation beginnt und kann einen kurzen Moment brauchen.
Wichtig ist, dass Sie danach Ihren Apache Webserver mit einem der beiden folgenden Befehle neu starten:

apache2ctl graceful
/usr/sbin/apache2ctl graceful

Fertig.

Beim Einsatz von Horde haben wir teilweise die Cookies im Browser löschen müssen. Außerdem half häufig auch das Umsetzen der Cookie-Verarbeitung. Weitere Details finden Sie in unserem Artikel “Horde: Nach dem erfolgreichen Login wird wieder der Login angezeigt“.

Horde: Trotz Sprache “Deutsch” wird alles in Englisch angezeigt

Mittwoch, 05.05.2010

Auch wenn Sie beim Webmailer “Horde” als gewünschte Sprache “Deutsch” ausgewählt haben, wird Ihnen alles auf Englisch angezeigt. Das liegt an den fehlenden “locales” für die gewäschte Sprache.

Diese können Sie wie folgt installieren (am Beispiel von Linux Debian lenny).
Geben Sie auf der Shell (SSH / PuTTy) folgenden Befehl ein:

dpkg-reconfigure locales

Wählen Sie dann zusätzlich die beiden folgenden Einträge aus:
“de_DE ISO-8859-1″ (recht weit unten)
“de_DE”

Danach müssen Sie nurnoch Ihren Apache Webserver neu starten:

/etc/init.d/apache2 restart

Nun sollte Ihre Anzeige auch auf Deutsch erscheinen.

Linux: apt-get – Couldn’t find package xyz

Donnerstag, 22.04.2010

Wenn Sie beispielsweise unter Debian (Linux) ein Paket installieren möchten und Ihnen das System “Couldn’t find package …” anzeigt, kennt die Paketverwaltung apt-get die Quellen meist noch nicht.

Beispiel:

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apt-get install nano
Reading package lists... Done
Building dependency tree... Done
E: Couldn't find package nano

Abhilfe schafft hier u.a. der Befehl “apt-get update”.
Dadurch werden die Quellen, Abhängigkeiten der Pakete und Referenzen eingelesen:

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apt-get update
Get:1 http://ftp.de.debian.org lenny Release.gpg [1033B]
Get:2 http://ftp.de.debian.org lenny/volatile Release.gpg [481B]
Get:3 http://ftp.de.debian.org lenny/updates Release.gpg [835B]
Get:4 http://ftp.de.debian.org lenny Release [73.8kB]
Get:5 http://ftp.de.debian.org lenny/volatile Release [40.7kB]
Get:6 http://ftp.de.debian.org lenny/updates Release [40.8kB]
Get:7 http://ftp.de.debian.org lenny/main Packages [5153kB]
Get:8 http://ftp.de.debian.org lenny/contrib Packages [71.9kB]
Get:9 http://ftp.de.debian.org lenny/non-free Packages [88.1kB]
Get:10 http://ftp.de.debian.org lenny/volatile/main Packages [5957B]
Get:11 http://ftp.de.debian.org lenny/volatile/contrib Packages [14B]
Get:12 http://ftp.de.debian.org lenny/volatile/non-free Packages [14B]
Get:13 http://ftp.de.debian.org lenny/updates/main Packages [304kB]
Get:14 http://ftp.de.debian.org lenny/updates/contrib Packages [14B]
Get:15 http://ftp.de.debian.org lenny/updates/non-free Packages [14B]
Fetched 5780kB in 33s (173kB/s)
Reading package lists... Done

Anschließend wird auch die Installation des eigentlichen Paketes nicht mehr fehlschlagen:

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apt-get install nano
Reading package lists... Done
Building dependency tree... Done
Suggested packages:
  spell
The following NEW packages will be installed:
  nano
0 upgraded, 1 newly installed, 0 to remove and 5 not upgraded.
Need to get 608kB of archives.
After this operation, 1778kB of additional disk space will be used.
Get:1 http://ftp.de.debian.org lenny/main nano 2.0.7-4 [608kB]
Fetched 608kB in 0s (1317kB/s)
Selecting previously deselected package nano.
(Reading database ... 48132 files and directories currently installed.)
Unpacking nano (from .../nano_2.0.7-4_amd64.deb) ...
Setting up nano (2.0.7-4) ...

Linux: Datenträger Partitionierungs Tool

Sonntag, 14.02.2010

Unter Linux (Debian) hilft Ihnen im Textmodus gut und einfach das CFDisk Tools bei der Datenträger- / Festplatten-Partitionierung:

cfdisk /dev/sdc1

Die Oberfläche ist sehr einfach gehalten und gut bedienbar.

Vergessen Sie vor dem Beenden des Programmes nicht den “WRITE” Befehl ausführen zu lassen. Nur dann werden Ihre Änderungen auch auf den entsprechenden Datenträger geschrieben.

Ein System per VirtualBox auf einer (realen) Festplatte installieren

Dienstag, 09.02.2010

Die Freeware “VirtualBox” erlaubt es Ihnen auf Ihrem Computer andere (virtuelle) System zu installieren und betreiben. Normalerweise nutzt die Software dafür ebenfalls virtuelle Festplatten auf Ihrem eigentlichen (realen) PC.

Wenn Sie nun ein System auf einer physikalischen Festplatte (im gegensatz zur üblichen virtuellen Festplatte) installieren möchten, stellt Ihnen VirtualBox ab Version 2.2.2 dafür Techniken zur Verfügung. Wir möchten hier kurz zeigen, wie Sie anhand eines Beispieles diese Technik nutzen können:

1. Schritt: Festplatte mit Ihrem Computer verbinden

Entweder bauen Sie die zu verwendende Festplatte in Ihren PC ein oder Sie schließen Sie über externe USB Adapter an Ihren Computer an.

Solche USB Adapter finden Sie unter der Bezeichnung “USB Festplatten Adapter” in den meisten Elektronikfachmärkten.
Beispiel: Google Produktsuche mit Preisvergleich

2. Schritt: Kennung der Festplatte herausfinden

Um die Festplatte für VirtualBox verfügbar zu machen, benötigen wir die eindeutige Kennung (ID) der Festplatte.

Unter Windows:

Unter Linux:

Die Anleitung folgt in Kürze.

3. Schritt: VirtualBox (.vmdk) Datei erstellen

Damit die Festplatte in VirtualBox als Festplatte genutzt werden kann, müssen Sie eine .vmdk Datei erstellen.

Unter Windows:

Unter Linux:

4. Schritt: Die Festplatte in VirtualBox einrichten

Hier kann (unter Windows) ein ähnliches Problem mit den Berechtigungen auftreten.
In diesem Fall wird Ihnen die folgende Fehlermeldung angezeigt:

Die Festplatte c:\realhdd.vmdk konnte nicht geöffnet werden.
 
Could not open the medium 'c:\realhdd.vmdk'.
 
VD: error VERR_ACCESS_DENIED opening image file 'c:\realhdd.vmdk' (VERR_ACCESS_DENIED).

Die Lösung ist, die Berechtigungen für diese Datei zu ändern:

Sollte dieser Weg keine Lösung auf Ihrem System bringen, so können Sie VirtualBox auch unter dem Benutzer “Administrator” starten:

5. Schritt: Den virtuellen PC mit der realen Festplatte einrichten

In VirtualBox können Sie nun den virtuellen PC einrichten.

Dabei können Sie dann die angeschlossene, physikalische Festplatte auswählen und als Datenträger normal nutzen.

So können Sie z.Bsp. Ihren Server oder Client an Ihrem PC einrichten, installieren oder konfigurieren und die Festplatte später in einem anderen Computer nutzen.

Dabei sind teilweise Einschränkungen bzgl. der Hardware erkennung zu beachten, denn der virtuelle PC (auf welchem Sie das System installierten) hat ggf. andere Hardware als der spätere Computer. Die meisten aktuellen Betriebssysteme erkennen diese Änderung aber und richten die neu gefundene Hardware automatisch ein.

Software

Mehr über VirtualBox erfahren Sie hier: http://www.virtualbox.org/

PHP: Unable to load dynamic library ‘/usr/lib/php5/extensions/mysql.so’

Freitag, 05.02.2010

Wenn im ErrorLog des Apache2 WebServers (“tail /var/log/apache2/error.log”) u.a. folgende Zeile zu finden ist, kann PHP die Extension (Erweiterung) nicht finden und laden:

PHP Warning:  PHP Startup: Unable to load dynamic library '/usr/lib/php5/extensions/mysql.so' - /usr/lib/php5/extensions/mysql.so: cannot open shared object file: No such file or directory in Unknown on line 0

Häufig wird dann angefangen, wild an der Konfiguration zu ändern und basteln. Dabei wird meist das naheliegendste übersehen:

Gibt es das angegebene Verzeichnis überhaupt ?
Erst recht, wenn mehrere (oder gar viele) Extensions nicht geladen werden können.

Wenn dann der Befehl

dir -l /usr/lib/php5/extensions/

die folgende Fehlermeldung anzeigt, sollte alles klar sein:

dir: Zugriff auf /usr/lib/php5/extensions/ nicht möglich: Datei oder Verzeichnis nicht gefunden

Lösung

Den Pfad für die Extensions in der “php.ini” anpassen. Diese kann, falls der Pfad nicht bekannt ist, mithilfe des folgenden Befehls gefunden werden.

find / -name php.ini

Dieser Befehl zeigt Ihnen ggf. auch andere “php.ini” Dateien auf ihrem System an. Manchmal konfiguriert man ein einer “php.ini” und wundert sich, dass keine Änderung eintritt. Wenn man zufällig die falsche Datei in den Händen hat, dann kann man auch lange auf ein Ergebnis warten ;)

Häufig fällt dieses Problem nach einer (Neu)Installation erst auf, wenn die mySQL / mySQLi Unterstützung fehlt. Grund ist dann (meist), dass die mysql.so Extension in PHP nicht geladen werden kann.

Debian: Liste aller Benutzer des Systems

Donnerstag, 04.02.2010

Um unter Debian Linux (und anderen Linux Distributionen) eine aktuelle Liste sämtlicher Benutzer zu erhalten, nutzen Sie folgenden Befehl:

cat /etc/passwd

Das Dateiformat der “passwd” – Spalte für Spalte je durch einen Doppelpunkt (:) getrennt.

  1. Username / Benutzername
    Name des Benutezrs. Zwischen 1 und 32 Zeichen lang
  2. Password / Passwort
    Ein “X” an dieser Stelle kennzeichnet, dass für diesen Benutzer ein verschlüsseltes Passwort inder Datei “/etc/shadow” hinterlegt ist
  3. User ID (UID) / Benutzer ID
    Jedem Benutzer ist eine ID (Kennung) zugeordnet.
    Die “0″ (Null) ist für den Administrator (“root”) reserviert.
    Der Bereich von 1 bis 99 ist für andere definierte Accounts reserviert.
    zwischen 100 und 999 ist reserviert für Systemgruppen
  4. Group ID (GID) / Gruppen ID
    ID der Benutzergruppe, die der Benutzer angehört.
    Diese können in der Datei “/etc/group” gefunden werden
  5. User ID Info / Bemerkung
    In diesem Feld können zusätzliche Informationen zum Benutzer gespeichert werden
  6. Home directory / Basisverzeichnis
    Der absolute Pfad zum Basisverzichnis (Heimatverzeichnis) des Benutzers.
    Hier startet der Benutzer normalerweise nach seinem Login
  7. Command/shell
    Der absolute Pfad zur Shell des Benutzers (Standard: “/bin/bash”).
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