Kategorien

Suchen


Aktuelle Artikel

Archiv


« | Startseite | »

Praxistest: FritzBox contra HorstBox

Jockel | 02.07.2010

Vor einigen Wochen zwang uns der Aufwall unserer (recht alten Telefonanlage) zu einer Neuanschaffung.

Natürlich informierten wir uns über die Nachfolgemodelle unserer alten Telefonanlage (einer Eumex). Die Preise waren jedoch (aus unserer Sicht) für eine reine Telefonanlage mit ca. € 80 bis € 100 viel zu hoch. Wenn wir schon die Technik erneuern, dann sollte das Gerät gerne auch die Router- und Modemfunktionen mit übernehmen können.

Als die beiden einzigen Möglichkeiten fanden wir:

Wir kauften die günstigere “HorstBox” (mehr Informationen auf der Herstellerseite). Das Anschließen und die Inbetriebnahme gestalteten sich schwieriger als beschrieben und angenommen. Nach ca. 1 Std. liefen aber Telefon und Internet gut. Die an der USB angeschlossenen Geräte erkannte die HorstBox nicht, da keine GDI Drucker (“Windowsdrucker”) und mit NTFS formierte Festplatten verarbeitet werden können. Also ein großer Minuspunkt.

Die NTFS Festplatten haben wir aufwändig in das FAT32 Format umgewandelt, da der “kurze Weg” (umcodieren der Partitionen mit Totalausfall und Datenlust) sehr wahrscheinlich ist. Das nächste Problem war der Datendurchsatz auf diese USB Festplatten: Für eine ca. 220 MB große Datei benötigt die HorstBox auch gerne mal zwischen 10 und 20 Minuten, was für den täglichen Einsatz heutzutage vollkommen inakzeptabel ist. Zum Vergleich: Ein normales Video hat eine Größe ab ca. 700 MB.

Nach Auskunft von D-Link (kostenpflichtige Hotline) ist dieses Verhalten ungewöhnlich und so tauschten wir die HorstBox um. Kurz gesagt: Auch die neue Hardware zeigte starke Schwächen mit den USB Geräten.

Ein weiterer, großer Nachteil ist die Rufnummernanzeige (CLIP) auf den angeschlossenen Telefonen. Ist die Telefonnummer des Anrufenden nicht im Telefonbuch der HorstBox erfasst, wird zunächst nur “ANONYMOUS1″ im Telefondisplay angezeigt. Nach wenigen Sekunden wechselt die Anzeige dann auf die Rufnummer des Anrufers. Nach einiger Zeit stellte sich diese Technik als äußerst nervig und störend heraus.

Wir haben die HorstBox aufgrund dieser o.a. Mängel zurückgegeben. Nicht auf Garantie, sondern auf Mängelrüge).

AVM Fritz!Box Fon

Notgedrungen mussten wir die höhere Ausgabe für die FritzBox in Kauf nehmen – jedoch hat sich diese Ausgabe bis heute absolut bezahlt gemacht:

Unser Fazit

Die Fritz!Box ist der HorstBox deutlich überlegen – auch wenn der Recht hohe Preis noch nicht überzeugen kann.

Die Technik in der Fritz!Box ist ausgereift und sehr übersichtlich und gut bedienbar.

Kategorie: Allgemeines, Sicherheit | 2 Kommentare »

2 Antworten auf “Praxistest: FritzBox contra HorstBox”

  1. Tumichnix meint:
    12.07.2010 um 11:24

    Ist die Fritzbox auch in der Lage gleichzeitig DHCP und Statische-IPs für bestimmte MAC-Adressen einzusetzen?

  2. Jockel meint:
    12.07.2010 um 11:36

    Ja. Diese Option ist möglich:

    Sie können in der Fritz!Box unter “Erweiterte Einstellungen” > “System” > “Netzwerk” die bereits erkannten und zugewiesenen IPs in Ihrem Netzwerk sehen. Jeden Eintrag können Sie bearbeiten. Eine feste IP können Sie durch die Option “Diesem Netzwerkgerät immer die gleiche IP-Adresse zuweisen” einstellen.

    Ebenfalls können Sie dort auch Geräte aus dem Standby Modus wecken (Wake On LAN / WoL).

Kommentare